Inhalt: Netzwerke für die Informationsgesellschaft – ein sperriger Titel für dynamische und vielfältige Prozesse. Vielleicht wären Trampelpfade
in die mediale Zukunft oder Leuchttürme in der Mediengesellschaft anschaulicher gewesen. Denn davon soll die Rede sein.
Jede Menge Botschaften füllen den kommunikativen Raum und da ist es vonnöten, Wege aufzuzeigen und Werkzeuge zu finden, die Sicherheit
geben und Sinn machen. Aktuelle medienpädagogische Fragen verlangen Antworten, die zur Orientierung und Navigation in den Medienwelten dienen.
Und die Akteure? Wissen sie voneinander? Hören sie sich zu? Haben sie gemeinsame Ideen? Streiten sie um den richtigen Weg?
Nun liegt es in der Natur der Sache, dass an Kreuzungen diskutiert wird und verschiedene Interessen in verschiedene Richtungen weisen.
Bei näherer Betrachtung wird es hier spannend: Wer ist da versammelt, wer setzt sich durch, welche Erfahrungen und Argumente werden vorgebracht,
wer ist geduldig, wer prescht vor, wer verschweigt, wer weiß etwas, was andere nicht wissen, wen interessiert, was andere sagen?
Also ganz bekannte Situationen, die jedoch in sich wandelnden Umgebungen weniger hierarchisch, weniger verbindlich, dafür internationaler und interdisziplinärer
geworden sind. Und auch einfache Antworten, die auf Weglassen oder Streichen setzen, sind zu vernehmen.
Kulturen müssen gepflegt werden – erst recht Kommunikationskulturen. Beteiligung und Respekt, Empathie und Transparenz, Vertrauen und Sachkenntnis
sollten Richtschnüre und Knotenpunkte für Akteure sein, die Netzwerke für die Informationsgesellschaft knüpfen. In dieser Publikation haben wir Beispiele und
Anregungen gesammelt, die in diese Richtung weisen.
ISBN: 3-929685-34-5